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Cyberspace

Was bedeutet Cyberspace?

Cyberspace bezieht sich auf die virtuelle Computerwelt und insbesondere auf ein elektronisches Medium, das zur Erleichterung der Online-Kommunikation verwendet wird. Der Cyberspace umfasst in der Regel ein großes Computernetzwerk, das aus vielen weltweiten Computer-Subnetzwerken besteht, die das TCP/IP-Protokoll zur Unterstützung der Kommunikation und des Datenaustauschs verwenden.

Das Hauptmerkmal des Cyberspace ist eine interaktive und virtuelle Umgebung für ein breites Spektrum von Teilnehmern.

Im allgemeinen IT-Lexikon kann jedes System, das eine bedeutende Benutzerbasis oder sogar eine gut gestaltete Schnittstelle hat, als “Cyberspace” bezeichnet werden.

Techopedia erklärt den Cyberspace

Im Cyberspace können Benutzer Informationen austauschen, interagieren, Ideen teilen, Spiele spielen, an Diskussionen oder sozialen Foren teilnehmen, Geschäfte abwickeln und intuitive Medien erstellen, neben vielen anderen Aktivitäten.

Der Begriff Cyberspace wurde ursprünglich von William Gibson in seinem 1984 erschienenen Buch Neuromancer eingeführt. Gibson kritisierte den Begriff in späteren Jahren und bezeichnete ihn als “evokativ und im Grunde bedeutungslos”. Dennoch wird der Begriff immer noch häufig verwendet, um jede Einrichtung oder Funktion zu beschreiben, die mit dem Internet verbunden ist. Die Menschen verwenden den Begriff, um alle Arten von virtuellen Schnittstellen zu beschreiben, die digitale Realitäten schaffen.

Mehr über den Cyberspace

In vielerlei Hinsicht ist der Cyberspace das, was die menschliche Gesellschaft aus ihm macht.

Eine Möglichkeit, über den Cyberspace zu sprechen, bezieht sich auf die Nutzung des globalen Internets für verschiedene Zwecke, vom Handel bis zur Unterhaltung. Überall dort, wo Akteure virtuelle Begegnungsräume einrichten, sehen wir den Cyberspace existieren. Man könnte sagen, dass überall dort, wo das Internet genutzt wird, ein Cyberspace entsteht. Die weit verbreitete Nutzung von Desktop-Computern und Smartphones für den Internetzugang bedeutet, dass der Cyberspace in einem praktischen (wenn auch etwas theoretischen) Sinne wächst.

Ein weiteres Paradebeispiel für den Cyberspace sind die Online-Spielplattformen, die als Ökosysteme für große Online-Spieler beworben werden. Diese großen Gemeinschaften, die alle zusammen spielen, schaffen ihre eigenen Cyberspace-Welten, die nur in der digitalen Welt und nicht in der physischen Welt existieren, die manchmal auch als “Fleischraum” bezeichnet wird.

Um wirklich zu verstehen, was der Cyberspace bedeutet und was er ist, muss man sich vor Augen führen, was passiert, wenn Tausende von Menschen, die sich in der Vergangenheit vielleicht in physischen Räumen versammelt haben, um ein Spiel zu spielen, dies nun tun, indem jeder von einem entfernten Standort aus in ein Gerät schaut. Wenn die Betreiber von Spielen die Benutzeroberfläche attraktiv und ansprechend gestalten, bringen sie gewissermaßen die Innenarchitektur in den Cyberspace.

Das Beispiel der Spiele und des Videostreamings zeigt, was unsere Gesellschaft mit dem Cyberspace als Ganzes vorhat. Nach Ansicht vieler IT-Spezialisten und -Experten, darunter F. Randall Farmer und Chip Morningstar, hat der Cyberspace als Medium für soziale Interaktion an Popularität gewonnen, und nicht so sehr durch seine technische Ausführung und Implementierung. Dies wirft ein Licht auf die Art und Weise, wie die Gesellschaften den Cyberspace geschaffen haben.

Theoretisch könnten dieselben menschlichen Gesellschaften auch andere Arten von Cyberspace schaffen – technische Bereiche, in denen digitale Objekte auf technische Weise erstellt, dimensioniert und bewertet werden. Zum Beispiel Cyberräume, in denen die Sprachübersetzung automatisch in einem Wimpernschlag erfolgt, oder Cyberräume, in denen visuelle Eingaben in großem Maßstab auf einer 3 Meter hohen Wand dargestellt werden können.

Letztendlich scheinen die von uns geschaffenen Cyberräume ziemlich konformistisch und eindimensional zu sein, im Vergleich zu dem, was existieren könnte. In diesem Sinne entwickelt sich der Cyberspace ständig weiter und verspricht, in den kommenden Jahren noch vielfältiger zu werden.

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Margaret Rouse
Redaktion

Margaret Rouse ist eine preisgekrönte technische Autorin und Dozentin. Sie ist für ihre Fähigkeit bekannt, komplexe technische Themen simpel und nachvollziehbar zu erklären. In den letzten zwanzig Jahren sind ihre Erklärungen auf TechTarget-Websites erschienen und sie wurde in Artikeln der New York Times, des Time Magazine, USA Today, ZDNet, PC Magazine und Discovery Magazine als Quelle und Expertin zitiert. Wenn Sie einen Vorschlag für eine neue Definition haben oder eine technische Erklärung verbessern möchten, schicken Sie einfach Margaret eine E-Mail oder kontaktieren Sie sie auf LinkedIn oder Twitter.