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Dritte Generation der Mobilfunkstandards (3G)

Was ist die dritte Mobilfunkgeneration?

Die dritte Generation der mobilen Telekommunikation (3G) ist eine Reihe von Standards, die aus der Initiative der Internationalen Fernmeldeunion (engl. International Telecommunication Union, ITU) unter der Bezeichnung IMT-2000 (International Mobile Telecommunications-2000) hervorgegangen sind.

3G-Systeme sollen durch schnellere und einfachere drahtlose Kommunikation sowie Dienste, die jederzeit und überall verfügbar sind, qualitativ hochwertige Multimedia-Inhalte für mobile Geräte ermöglichen.

Man spricht hier auch von der dritten Generation der mobilen Telekommunikation.

Die dritte Generation des Mobilfunks einfach erklärt

Es gibt zwei Gruppen zur Festlegung von Spezifikationen, die sich weltweit mit den Zielen der dritten Generation befassen: 3GPP und 3GPP2.

Im Mittelpunkt der 3GPP-Spezifikationen stehen weiterentwickelte Kernnetze des GSM (Global System for Mobile Communication), bekannt als UMTS (Universal Mobile Telecommunications Systems), und die darauf basierenden Funkzugangstechnologien.

Dazu gehören also UTRA (Universal Terrestrial Radio Access), GPRS (General Packet Radio Service) und EDGE (Enhanced Data rates for GSM Evolution).

Die 3GPP2-Spezifikationen hingegen sind für CDMA2000-Systeme konzipiert, die auf CDMA (Code Division Multiple Access) basieren. Die 3GPP-Spezifikationen sind am weitesten verbreitet, da die Mehrzahl der Mobilfunknetze auf der Welt auf GSM basiert.

Die im Vergleich zu ihren Vorgängern verbesserten Datenraten der 3G-Systeme haben die Türen für Anwendungen wie mobiles Fernsehen, Video-on-Demand, Videokonferenzen, Telemedizin und standortbezogene Dienste geöffnet.

Die hohen Datenübertragungsraten haben es Nutzern außerdem ermöglicht, mit ihren Mobiltelefonen im Internet zu surfen, wodurch der Begriff „mobiles Breitband“ entstanden ist.

In der Folge ebnete 3G den Weg für den Aufstieg der Smartphones und ihrer großen Bildschirme, die sich besser für das Betrachten mobiler Websites, Videokonferenzen oder mobiles Fernsehen eignen.

Es ist kein Zufall, dass die Einführung des iPhone im Jahr 2007 in eine Zeit fiel, in der 3G eine breite Akzeptanz fand.

Es dauerte eine Weile, bis sich 3G weltweit durchsetzte. Ein wichtiger Grund dafür war, dass einige 3G-Netze nicht die gleichen Frequenzen wie die älteren von 2G nutzen.

Dies bedeutete, dass sich die Mobilfunkbetreiber neue Frequenzen sichern und ihre Funkzellen neu aufstellen mussten.

Obwohl 3G bereits 2001 erstmals angeboten wurde, setzte sich die weltweite Verbreitung erst ab 2007 wirklich durch.

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Margaret Rouse
Redaktion

Margaret Rouse ist eine preisgekrönte technische Autorin und Dozentin. Sie ist für ihre Fähigkeit bekannt, komplexe technische Themen simpel und nachvollziehbar zu erklären. In den letzten zwanzig Jahren sind ihre Erklärungen auf TechTarget-Websites erschienen und sie wurde in Artikeln der New York Times, des Time Magazine, USA Today, ZDNet, PC Magazine und Discovery Magazine als Quelle und Expertin zitiert. Wenn Sie einen Vorschlag für eine neue Definition haben oder eine technische Erklärung verbessern möchten, schicken Sie einfach Margaret eine E-Mail oder kontaktieren Sie sie auf LinkedIn oder Twitter.