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FUD

Was ist FUD?

Die Abkürzung FUD stammt aus dem Englischen und findet vor allem im Fachjargon des Kryptomarktes Anwendung.

Die drei Buchstaben sind jeweils die Anfangsbuchstaben von Fear, Uncertainty und Doubt (dt. Angst, Unsicherheit und Zweifel).

Im deutschen Fachjargon wird FUD für gewöhnlich als Furcht, Unsicherheit und Doubt aufgeschlüsselt.

Im Kontext des Kryptohandels wird FUD als Bezeichnung für Investorenstimmung verwendet.

Spricht man von FUD, ist damit gemeint, dass Anleger mehrheitlich negativ zu einer bestimmten Kryptowährung, einem Sektor oder dem ganzen Markt stehen.

Angst, Unsicherheit und Zweifel halten sie aufgrund von schlechten Nachrichten oder Prognosen davon ab, weitere Investitionen zu tätigen oder regen sie dazu an, gehaltene Assets abzustoßen.

Oft wird der Begriff austauschbar mit der Beschreibung einer pessimistischen Börsenstimmung verwendet.

FUD einfach erklärt

Der Begriff FUD hat seine Wurzeln nicht in der Kryptoindustrie, sondern war bereits in den 1990er Jahren in Gebrauch.

Der Begriff wurde erstmals vom Softwareriesen IBM zur Beschreibung von Strategien verwendet, mit denen Unternehmen ihre Kunden vom Kauf von Produkten der Konkurrenz abhalten wollen.

Dies geschah zum Beispiel durch das Schüren von Angst, Unsicherheit und Zweifeln beim Erwerb von Produkten der Wettbewerber.

Auf dem Anlagemarkt hat sich der Begriff in mehreren Bereichen etabliert und findet insbesondere in der Kryptobranche starke Anwendung.

Das ist nicht zuletzt auf den starken emotionalen Faktor bei der Preisentwicklung von Kryptowährungen zurückzuführen.

FUD wird dabei nicht als zufällige Erscheinung, sondern – im Sinne der Erstverwendung von IBM – als bewusst genutztes Instrument verstanden, das Unternehmen und Investoren einsetzen, um den Markt zu ihren Gunsten zu manipulieren.

Ein prominentes Beispiel für das Auslösen von FUD ist die X-Präsenz (ehemals Twitter) von Elon Musk.

Auch neutrale Berichte wie Nachrichten zum Kryptomarkt können FUD verursachen.

So wurde etwa der Kurs von Ripple (XRP) maßgeblich von Nachrichten zur SEC-Klage gegen das Projekt beeinflusst.

Erste Berichte über die Anklage und ein mögliches Verbot von Ripple riefen starke Anzeichen von FUD bei Krypto-Anlegern hervor.

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Margaret Rouse
Redaktion

Margaret Rouse ist eine preisgekrönte technische Autorin und Dozentin. Sie ist für ihre Fähigkeit bekannt, komplexe technische Themen simpel und nachvollziehbar zu erklären. In den letzten zwanzig Jahren sind ihre Erklärungen auf TechTarget-Websites erschienen und sie wurde in Artikeln der New York Times, des Time Magazine, USA Today, ZDNet, PC Magazine und Discovery Magazine als Quelle und Expertin zitiert. Wenn Sie einen Vorschlag für eine neue Definition haben oder eine technische Erklärung verbessern möchten, schicken Sie einfach Margaret eine E-Mail oder kontaktieren Sie sie auf LinkedIn oder Twitter.