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Internet

Was bedeutet Internet?

Das Internet ist ein global verbundenes Netzwerksystem, das die weltweite Kommunikation und den Zugang zu Datenressourcen durch eine riesige Sammlung privater, öffentlicher, geschäftlicher, akademischer und staatlicher Netzwerke erleichtert. Es wird von Behörden wie der Internet Assigned Numbers Authority (oder IANA) verwaltet, die universelle Protokolle festlegen.

Die Begriffe Internet und World Wide Web werden oft synonym verwendet, aber sie sind nicht genau dasselbe; das Internet bezieht sich auf das globale Kommunikationssystem, einschließlich Hardware und Infrastruktur, während das Web einer der Dienste ist, die über das Internet kommuniziert werden.

Techopedia erklärt das Internet

Das Internet hat seinen Ursprung in der US-Regierung, die in den 1960er Jahren mit dem Aufbau eines Computernetzwerks, dem ARPANET, begann. Im Jahr 1985 beauftragte die National Science Foundation (NSF) der USA die Entwicklung eines Universitätsnetzes namens NSFNET.

Das System wurde 1995 durch neue, von kommerziellen Internetanbietern betriebene Netze ersetzt. Etwa zu dieser Zeit wurde das Internet der Öffentlichkeit in größerem Umfang zugänglich gemacht.

Seitdem ist das Internet gewachsen und hat sich weiterentwickelt, um Dienste wie:

  • E-Mail.
  • Web-fähige Audio-/Videokonferenzdienste.
  • Online-Filme und -Spiele.
  • Datenübertragung/Dateifreigabe, oft über das File Transfer Protocol (FTP).
  • Sofortige Nachrichtenübermittlung.
  • Internet-Foren.
  • Soziale Netzwerke.
  • Online-Einkauf.
  • Finanzdienstleistungen.

Als globales Netz, das für die Übertragung riesiger Datenmengen und die Erleichterung von Prozessen verantwortlich ist, entwickelt sich das Internet ständig weiter. So wurde beispielsweise das ursprüngliche IPv4-Protokoll zur Verteilung von IP-Adressen (Internet Protocol) weitgehend durch ein neues IPv6-Modell ersetzt, das die Anzahl der für jeden Kontinent auf der Welt verfügbaren Adressen erhöht.

Das Internet hat sich auch über den traditionellen Arbeitsplatz hinaus ausgedehnt, da das so genannte “Internet der Dinge” (IoT) entstanden ist. Es gibt zwar immer noch eine gewisse Abgrenzung zwischen traditionellen Internetknoten, die einen klassischen Webbrowser verwenden, und mit dem Internet verbundenen Geräten, die in der Regel eine Software mit reduziertem Befehlssatz verwenden, aber das Internet der Dinge verwischt die Grenze zwischen dem Internet und der analogen Welt.

Darüber hinaus gibt es einen wichtigen Rahmen, der den Menschen hilft zu verstehen, wie sich das Internet verändert und wohin es sich in Zukunft entwickeln wird.

Dieser besteht aus drei Versionen oder Iterationen des World Wide Web, wie oben definiert.

  • Web 1.0 ist die ursprüngliche Inkarnation des Internets als Ort, an dem die meisten Daten nur gelesen werden konnten. Web 1.0 wird von Experten oft als ein Internet beschrieben, in dem die häufigsten Aktivitäten passiv sind – lesen, recherchieren oder sich über Produkte und Dienstleistungen informieren, bevor man einen Kauf über traditionelle Medien, zum Beispiel per Telefon, tätigt.
  • Web 2.0: Als die Ingenieure dem Web Dinge wie Javascript-Applets und Module hinzufügten, entstand das Web 2.0. Web 2.0 ist das Lese-/Schreib-Web oder das funktionale Web, in dem Webfelder und Formulare es den Benutzern ermöglichen, an Transaktionen teilzunehmen, Ressourcen hochzuladen oder ihre eigenen Vorschläge in einer aktiven Konversation zu veröffentlichen.
    Das Web 2.0 ist nach Ansicht der meisten Menschen das Internet, das wir heute nutzen. Das Problem der “zustandslosen” Funktionalität des Web 2.0 wird weitgehend durch digitale “Cookies” gelöst, die individuelle Benutzerdaten im Browser speichern, um z. B. gespeicherte Passwörter zu ermöglichen.
    Der Nachteil ist, dass die Aktivitäten des Nutzers nachverfolgt werden: Wenn ein Nutzer die Cookies löscht, sind die Sitzungsdaten weg, und der Nutzer muss bei künftigen Sitzungen als neuer Gast beginnen.
  • Das Web 3.0 ist das “semantische Web”, in dem Internetdaten in Beziehung zueinander gesetzt werden und die Zuordnung von Daten dazu beiträgt, vieles von dem zu automatisieren, was wir heute im Internet manuell erledigen. Das semantische Web, so die Befürworter, wird ein Web sein, das in vielerlei Hinsicht automatisiert ist, indem es einzelne virtuelle Objekte und Websites auf nahtlose Weise miteinander verknüpft. In diesem Sinne könnte uns das Web 3.0 dabei helfen, das derzeitige Modell der Verwendung von Cookies für den Abruf von Sitzungsdaten abzuschaffen.

All diese Veränderungen zeigen die allgemeine Zweckbestimmung des Internets und seine große Reichweite in der menschlichen Gesellschaft. Definierende Gruppen wie die Internet Engineering Task Force (IETF) und das World Wide Web Consortium (W3C) arbeiten weiterhin an Standards und universellen Ansätzen.

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Margaret Rouse
Redaktion

Margaret Rouse ist eine preisgekrönte technische Autorin und Dozentin. Sie ist für ihre Fähigkeit bekannt, komplexe technische Themen simpel und nachvollziehbar zu erklären. In den letzten zwanzig Jahren sind ihre Erklärungen auf TechTarget-Websites erschienen und sie wurde in Artikeln der New York Times, des Time Magazine, USA Today, ZDNet, PC Magazine und Discovery Magazine als Quelle und Expertin zitiert. Wenn Sie einen Vorschlag für eine neue Definition haben oder eine technische Erklärung verbessern möchten, schicken Sie einfach Margaret eine E-Mail oder kontaktieren Sie sie auf LinkedIn oder Twitter.