Peer-to-Peer-Architektur

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Was ist Peer-to-Peer-Architektur?

Die Peer-to-Peer-Architektur (P2P-Architektur) ist eine häufig verwendete Computernetzwerkarchitektur, bei der jede Arbeitsstation oder jeder Knoten die gleichen Fähigkeiten und Verantwortlichkeiten hat. Sie wird oft mit der klassischen Client/Server-Architektur verglichen, bei der einige Computer für die Bedienung anderer zuständig sind.

P2P kann sich auch auf ein einzelnes Softwareprogramm beziehen, das so konzipiert ist, dass jede Instanz des Programms sowohl als Client als auch als Server fungieren kann, mit denselben Verantwortlichkeiten und demselben Status.

P2P-Netze haben viele Anwendungen, aber die häufigste ist die Verbreitung von Inhalten. Dazu gehören die Veröffentlichung und Verteilung von Software, Content-Delivery-Netze, Streaming Media und Peercasting für Multicasting-Streams, die die Bereitstellung von Inhalten auf Abruf erleichtern.

Andere Anwendungen betreffen Wissenschaft, Vernetzung, Suche und Kommunikationsnetze. Sogar das US-Verteidigungsministerium hat mit der Erforschung von Anwendungen für P2P-Netze für moderne Strategien der Netzkriegsführung begonnen. Humorvoller Nebeneffekt: Bereits 2003 nutzten Kadetten des amerikanischen Militärs P2P Netzwerke für Musiktausch, bis das Verteidigungsministerium die Online Rechnungen nicht mehr zahlen wollten.

Die P2P-Architektur wird oft als Peer-to-Peer-Netzwerk bezeichnet.

Techopedia erklärt die Peer-to-Peer-Architektur

P2P-Anwendungen sind einer der Kernpunkte in der Kontroverse um die Netzneutralität – ein Prinzip, das keine Beschränkungen für Internet-Inhalte, -Formate, -Technologien, -Geräte oder -Kommunikationsarten vorsieht.

P2P-Befürworter argumentieren, dass Regierungen und große Internetdienstanbieter versuchen, das Internet, dessen Nutzung sowie seine Inhalte zu kontrollieren, indem sie die Netzstruktur auf eine Client/Server-Architektur ausrichten. Dadurch werden finanzielle Hürden für Einzelpersonen und kleine Verlage errichtet, die sich den Zugang zum Internet erschließen wollen, und es entstehen Ineffizienzen beim Austausch großer Dateien.

Es gibt drei Modelle der unstrukturierten P2P-Computernetzarchitektur:

  • Reines P2P
  • Hybrides P2P
  • Zentralisiertes P2P

In der strukturierten P2P-Computernetzarchitektur werden die Arbeitsstationen (Peers) und manchmal auch die Ressourcen nach bestimmten Kriterien und Algorithmen organisiert. Dies führt zu Overlays mit spezifischen Topologien und Eigenschaften.

Bei der Bewertung einiger Vorteile und Schwächen von P2P-Netzen werden Vergleiche mit der Client/Server-Architektur gezogen. P2P-Netze haben Clients mit Ressourcen wie Bandbreite, Speicherplatz und Verarbeitungsleistung.

Je mehr Anforderungen an das System durch die einzelnen Knoten gestellt werden, desto größer wird die Kapazität des gesamten Systems. (Dies ist der Grund für die enorme Zunahme der Systemsicherheit und der Mechanismen zur Überprüfung von Dateien, die die meisten P2P-Netze gegen fast alle Arten von Angriffen resistent machen.)

Im Vergleich dazu teilt ein typisches Client/Server-Netzwerk zwar die Anforderungen, nicht aber die Ressourcen. Je mehr Clients dem System beitreten, desto weniger Ressourcen stehen für jeden einzelnen zur Verfügung.

Verwandte Begriffe

Margaret Rouse
Redaktion
Margaret Rouse
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Margaret Rouse ist eine preisgekrönte technische Autorin und Dozentin. Sie ist für ihre Fähigkeit bekannt, komplexe technische Themen simpel und nachvollziehbar zu erklären. In den letzten zwanzig Jahren sind ihre Erklärungen auf TechTarget-Websites erschienen und sie wurde in Artikeln der New York Times, des Time Magazine, USA Today, ZDNet, PC Magazine und Discovery Magazine als Quelle und Expertin zitiert. Wenn Sie einen Vorschlag für eine neue Definition haben oder eine technische Erklärung verbessern möchten, schicken Sie einfach Margaret eine E-Mail oder kontaktieren Sie sie auf LinkedIn oder Twitter.