Public-Key Kryptosystem

Was ist ein Public-Key Kryptosystem?

Ein Public-Key Kryptosystem (PKC) ist eine Verschlüsselungstechnik, bei der ein Algorithmus mit gepaarten öffentlichen und privaten Schlüsseln (oder asymmetrischen Schlüsseln) für die sichere Datenkommunikation verwendet wird (Lesen Sie auch: Was ist der Unterschied zwischen composite key, primary key und foreign key?). Der Absender einer Nachricht verwendet den öffentlichen Schlüssel des Empfängers, um eine Nachricht zu verschlüsseln. Um die Nachricht des Absenders zu entschlüsseln, darf nur der private Schlüssel des Empfängers verwendet werden.

Die beiden Arten von PKC-Algorithmen sind RSA, ein Akronym, das nach den Erfindern dieses Algorithmus benannt ist: Rivest, Shamir und Adelman, und Digital Signature Algorithm (DSA). Die PKC-Verschlüsselung wurde entwickelt, um den wachsenden Anforderungen an eine sichere Kommunikation in verschiedenen Sektoren und Branchen, wie z. B. dem Militär, gerecht zu werden.

PKC ist auch bekannt als Public-Key-Verschlüsselung, asymmetrische Verschlüsselung, asymmetrische Kryptographie, asymmetrische Chiffre, asymmetrische Schlüsselverschlüsselung und Diffie-Hellman-Verschlüsselung.

Techopedia erklärt Public-Key Kryptosystem

PKC ist ein kryptografischer Algorithmus und eine Kryptosystemkomponente, die in einer Reihe von Internetstandards implementiert ist, darunter Transport Layer Security (TLS), Pretty Good Privacy (PGP), GNU Privacy Guard (GPG), Secure Socket Layer (SSL) und Hypertext Transfer Protocol (HTTP) Websites.

PKC ermöglicht eine sichere Kommunikation über einen unsicheren Kanal, so dass eine Nachricht nur von dem vorgesehenen Empfänger gelesen werden kann. So verwendet A beispielsweise den öffentlichen Schlüssel von B, um eine Nachricht an B zu verschlüsseln, die dann mit dem eindeutigen privaten Schlüssel von B entschlüsselt werden kann.

PKC wahrt den E-Mail-Datenschutz und gewährleistet die Sicherheit der Kommunikation, während die Nachrichten übertragen oder auf Mailservern gespeichert werden. PKC ist auch eine DSA-Komponente, die zur Authentifizierung eines privaten Schlüssels verwendet wird, der von jedem mit autorisiertem Zugriff auf den öffentlichen Schlüssel überprüft werden kann, wodurch Ursprung und Absender der Nachricht bestätigt werden.

Somit ermöglicht PKC Vertraulichkeit, Datenintegrität, Authentifizierung und Nichtabstreitbarkeit, die die wichtigsten Parameter der Informationssicherheit (IA) bilden.

PKC ist aufgrund des hohen Rechenaufwands langsamer als die Methoden der Geheimschlüsselkryptografie (oder symmetrischen Kryptografie). Im Gegensatz zur symmetrischen Kryptographie verwendet PKC eine feste Puffergröße, abhängig von bestimmten und kleinen Datenmengen, die nur verschlüsselt und nicht in Strömen verkettet werden dürfen. Da eine breite Palette möglicher Verschlüsselungsschlüssel verwendet wird, ist PKC robuster und weniger anfällig für Sicherheitsverletzungsversuche Dritter.

Verwandte Begriffe

Margaret Rouse

Margaret Rouse ist eine preisgekrönte technische Autorin und Dozentin. Sie ist für ihre Fähigkeit bekannt, komplexe technische Themen simpel und nachvollziehbar zu erklären. In den letzten zwanzig Jahren sind ihre Erklärungen auf TechTarget-Websites erschienen und sie wurde in Artikeln der New York Times, des Time Magazine, USA Today, ZDNet, PC Magazine und Discovery Magazine als Quelle und Expertin zitiert. Wenn Sie einen Vorschlag für eine neue Definition haben oder eine technische Erklärung verbessern möchten, schicken Sie einfach Margaret eine E-Mail oder kontaktieren Sie sie auf LinkedIn oder Twitter.