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Ripple (XRP)

Was ist Ripple?

Ripple ist eine dezentralisierte Plattform, die den grenzüberschreitenden Transfer von digitalen und Fiat-Währungen über dasselbe Netzwerk ohne Vermittler und in Echtzeit ermöglicht.

Ripple ist bekannt für sein digitales Zahlungsprotokoll und die native Kryptowährung XRP.

Die Plattform, die von Ripple Labs entwickelt und gefördert wurde, besteht aus zwei Hauptkomponenten: RippleNet und XRP Ledger (XRPL).

RippleNet bildet ein Netzwerk von Finanzinstituten, die die Ripple-Technologie zur Ermöglichung grenzüberschreitender Transaktionen nutzen.

XRP Ledger ist eine dezentrale Open-Source-Blockchain zur Verarbeitung und Verifizierung von Transaktionen im Netzwerk.

Was ist Ripple

XRP-LogoXRP, die native Währung des Ledgers, dient als Brückenwährung zur Erhöhung der Geschwindigkeit und Senkung der Kosten für grenzüberschreitende Transaktionen.

Die Verwendung von XRP als Brückenwährung reduziert den Bedarf an vorfinanzierten Konten und erleichtert die Abwicklung von Transaktionen, die bisher nur über traditionelle Finanzinstitute möglich waren.

Zum Thema: Die Ripple Prognose 2024 – wie entwickelt sich XRP?

Die Rolle von Ripple im DeFi

Zwar ist Ripple selbst keine Plattform für dezentrales Finanzwesen (DeFi), aber es hat eine wichtige Rolle bei der Förderung von DeFi gespielt.

Dazu hat sie die notwendigen Werkzeuge und Infrastruktur für die Entwicklung neuer DeFi-Projekte bereitgestellt.

Das Ripple Transaction Protocol (RTXP) und XRP wurden zum Beispiel als Bausteine für DeFi-Apps verwendet, die die Kluft zwischen traditionellen Finanzinstituten und dezentralen Finanzdienstleistungen überbrücken.

Die Befürworter von Ripple behaupten, dass die Plattform zum Wachstum des DeFi-Ökosystems beigetragen und Finanzdienstleistungen für Menschen in unzureichend versorgten und unterversorgten Teilen der Welt zugänglicher und integrativer gemacht hat.

Allerdings hat Ripple auch Kritiker, von denen viele Zweifel an der tatsächlichen Dezentralisierung der Plattform haben.

XRP Ledger und Konsens

Eine wichtige Frage hat mit der Funktionsweise des Konsensmechanismus der Plattform zu tun.

Im Gegensatz zu Kryptowährungen, bei denen dezentrale Konsensmechanismen wie Proof-of-Work (PoW) oder Proof-of-Stake (PoS) zum Einsatz kommen, verwendet Ripple ein einzigartiges Protokoll, das eine begrenzte Anzahl von Knoten, sogenannte Validatoren, für einen Konsens benötigt.

Die Dezentralisierung einer Kryptowährung ist ein wesentlicher Aspekt ihrer Sicherheit, da sie die Kontrolle einer einzelnen Einheit über das Netzwerk verhindert.

Dank des Konsensprotokolls von Ripple gehört einer kleinen Gruppe von Validatoren die Macht, Transaktionen zu genehmigen.

Nach Ansicht von Kritikern gibt ihnen dies jedoch auch die Möglichkeit, sich abzusprechen und das Netzwerk zu manipulieren.

Zudem haben Kritiker die Nützlichkeit von XRP als Brückenwährung in Frage gestellt, wenn andere Krypto- und Fiat-Währungen für den gleichen Zweck verwendet werden könnten.

Darüber hinaus wurde viel darüber diskutiert, ob es wirklich notwendig ist, dass ein Großteil des Gesamtangebots an XRP von Ripple Labs und seinen Gründern treuhänderisch verwaltet wird.

Geschichte

Ripple-LogoRipple wurde 2012 von Chris Larsen und Jed McCaleb gegründet, zwei bekannten Unternehmern und Pionieren in der Kryptowährungs- und Blockchain-Branche. Im Jahr 2013 wurde OpenCoin in Ripple Labs umbenannt.

Seitdem hat Ripple Labs an der Optimierung des XRP Ledger gearbeitet, die Verwendung von XRP als digitale Währung gefördert und Partnerschaften mit Banken, Liquiditätsanbietern und anderen Finanzinstituten aufgebaut.

Jahr Ereignis
2011 David Schwartz, Arthur Britto und Jed McCaleb beginnen mit der Entwicklung des XRP Ledger.
2012 XRP Ledger geht an den Start; Chris Larsen und Jed McCaleb gründen OpenCoin.
2013 OpenCoin wird in Ripple Labs umbenannt.
2014 Die Fidor Bank wird die erste Bank, die das Ripple Transaction Protocol (RTXP) verwendet.
2014 Ripple Labs führt Codius zur Erweiterung des Ripple-Ökosystems um Smart-Contract-Funktionen ein.
2015 Cross River Bank und CBW Bank übernehmen das Ripple-Protokoll. Ripple Labs stellt Codius ein.
2016 Standard Chartered Bank und Axis Bank kündigen Ripple-Integration an.
2017 Ripple schließt Partnerschaften mit American Express und Santander; XRP-Token-Preis steigt deutlich an.
2018 National Bank of Kuwait kündigt die Einführung der Ripple-Technologie an.
2019 Ripple erwirbt MoneyGram und sammelt 200 $ Millionen in einer Serie-C-Finanzierung.
2020 US-Börsenaufsicht SEC reicht Klage gegen Ripple Labs ein. Der Preis von XRP bricht deutlich ein.
2021 Ripple Labs baut FinTech-Partnerschaften aus, der XRP-Preis erholt sich langsam.
2022 Ripple bestätigt, einen Großteil der 100 Milliarden XRP-Token im Umlauf zu besitzen und gibt regelmäßig Token aus einem Treuhandkonto frei, um die Preise stabil zu halten.
2023 Nach eigenen Angaben hat Ripple rund 100 $ Millionen ausgegeben, um seinen Fall zu verteidigen und die Kryptoindustrie vor einer Überregulierung durch die SEC zu schützen. Der Fall verzögert sich weiter.

Wie funktioniert Ripple?

Hier ein grober Überblick über die Funktionsweise von Ripple:

Wie Ripple-Zahlungen funktionieren
Im Hintergrund besteht die Ripple-Plattform aus einer Währungsbörse, einem Echtzeit-Bruttoabwicklungssystem (engl. real-time gross settlement system, RTGS) und einem Überweisungsnetzwerk.

  • Eine Währungsbörse ist ein Marktplatz, auf dem Privatpersonen und Institutionen verschiedene Währungen tauschen, kaufen oder verkaufen können.
  • Ein Echtzeit-Bruttoabrechnungssystem ist ein Finanzsystem, das den Echtzeit-Transfer von Geldern zwischen zwei oder mehreren Banken oder Finanzinstituten ermöglicht.
  • Ein Überweisungsnetzwerk ist eine Plattform, über die Privatpersonen oder Unternehmen grenzüberschreitend Geld senden und empfangen können.

Anwendungsfälle im Finanzwesen

Die Zahlungsplattform von Ripple ist so konzipiert, dass sie sowohl von Privatpersonen als auch von Unternehmen und Finanzinstituten wie Banken und Zahlungsanbietern genutzt werden kann.

Heute arbeiten einige der größten Finanzinstitute der Welt, darunter Santander, Standard Chartered und American Express, mit der Technologie von Ripple, um viele der Ineffizienzen und Verzögerungen zu beseitigen, die mit dem Senden von Geld von einem Land in ein anderes verbunden sind.

Die Plattform wird für folgende Zwecke genutzt:

  • Schnelle und sichere Abwicklung von Direktzahlungen und Überweisungen in verschiedenen Währungen über die Grenzen hinweg.
  • Abwicklung von grenzüberschreitenden Finanztransaktionen in Echtzeit, ohne Tage oder Wochen auf den Abschluss zu warten.
  • Senkung der mit internationalen Zahlungen verbundenen Kosten, einschließlich der von Banken und anderen zwischengeschalteten Stellen erhobenen Gebühren.
  • Verringerung des Risikos von Betrug oder Fehlern, indem alle an einer Transaktion beteiligten Parteien den Status einer Zahlung in Echtzeit abrufen und verfolgen können.
  • Bereitstellung eines Überweisungsdienstes, mit dem Privatpersonen Geld an Freunde und Verwandte in der ganzen Welt senden können, und zwar zu niedrigen Transaktionsgebühren und in Echtzeit.
  • Möglichkeit für Krypto-Trader, XRP mit Gewinn zu kaufen und zu verkaufen. Derzeit ist XRP die sechstgrößte Kryptowährung der Welt nach Marktkapitalisierung.

Außerdem bietet Ripple Labs eine Reihe von Produkten und Dienstleistungen an, die über den grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr hinausgehen. Dazu gehören:

Liquidität auf Abruf: Bei diesem Service wird der digitale Vermögenswert XRP zur Bereitstellung sofortiger Liquidität für grenzüberschreitende Transaktionen genutzt. Mit Liquidity Hub können Finanzinstitute Liquidität auf Abruf beschaffen, wodurch die Notwendigkeit von Nostrokonten mit Vorfinanzierung entfällt und die mit grenzüberschreitenden Zahlungen verbundenen Kosten und Zeiten reduziert werden.

RippleNet Cloud: Hierbei handelt es sich um einen Cloud-basierten Dienst, der Finanzinstituten eine einfache Verbindung und Integration mit RippleNet, dem globalen Zahlungsnetzwerk von Ripple, ermöglicht. RippleNet Cloud ist für seine schnellere Bereitstellung, die niedrigeren Betriebskosten und die einfachere Wartung im Vergleich zu herkömmlichen On-Prem-Lösungen bekannt.

Kreditlinie: Ripple Labs bietet berechtigten Kunden eine Kreditlinie an, über die sie Zugang zu Mitteln für grenzüberschreitende Zahlungen mit XRP über ODL erhalten. Dieser Service soll Unternehmen beim Wachstum helfen, indem er Vorabkapital für Investitionen oder Expansion bereitstellt.

University Blockchain Research Initiative (UBRI): Ripple Labs hat UBRI zur Unterstützung und Beschleunigung der akademischen Forschung, technischen Entwicklung und Innovation in den Bereichen Blockchain, Kryptowährungen und digitale Zahlungen ins Leben gerufen. Die Initiative arbeitet mit Universitäten auf der ganzen Welt zusammen.

Ripple-Protokolle

Bei Ripple werden das Ripple Transaction Protocol, der Ripple Protocol Consensus Algorithm sowie das Interledger Protocol zur Übertragung von digitalen und Fiat-Währungen im selben Netzwerk verwendet.

Jedes Protokoll spielt eine konkrete Rolle bei der Erleichterung schneller und kostengünstiger grenzüberschreitender Zahlungen.

RTXP (Ripple Transaction Protocol) umreißt die Gesamtstruktur und die für Transaktionen erforderlichen Komponenten.

RPCA (Ripple Protocol Consensus Algorithm) gewährleistet die Integrität und Sicherheit des Ripple-Ledgers, während ILP (Interledger Protocol) ledgerübergreifende Transaktionen zwischen verschiedenen Blockchain-Netzwerken und herkömmlichen Banksystemen ermöglicht.

RTXP
RTXP ist ein Open-Source-Protokoll, bei dem eine Blockchain-ähnliche Distributed-Ledger-Technologie zur Vereinfachung grenzüberschreitender Zahlungen zum Einsatz kommt.

Das Protokoll ist bekannt für seinen einzigartigen Konsensmechanismus, den Pathfinding-Algorithmus, die Gateways und die IOUs.

Gateways sind vertrauenswürdige Einheiten der Währungsbörse, die als Ein- und Ausgangspunkte für Transaktionen innerhalb des Ripple-Netzwerks fungieren.

Die IOUs, die Schuldverpflichtungen zwischen Nutzern und Gateways darstellen, ermöglichen eine einfache Abwicklung von Transaktionen.

RPCA
RPCA ist ein Konsensverfahren auf der Grundlage des Algorithmus Practical Byzantine Fault Tolerance (PBFT).

Die Knoten im Ripple-Netzwerk, die am Konsensprozess teilnehmen, werden als Validatoren bezeichnet.

Validatoren müssen einen Mindestbetrag an XRP als Sicherheitsleistung halten. Damit wird sichergestellt, dass sie am Betrieb des Netzwerks beteiligt sind. Das Protokoll funktioniert folgendermaßen:

  • Sobald eine Transaktion im Ripple-Netzwerk initiiert wird, validiert der eigene Knoten des Senders die Transaktion und signiert sie mit einem privaten Schlüssel.
  • Die Transaktion wird an eine Gruppe von vertrauenswürdigen Knoten im Netz übertragen.
  • Die Knoten fügen die neue Transaktion einer Liste anderer Transaktionen hinzu, die auf ihre Bearbeitung warten. Diese Liste wird als Transaktionspool bezeichnet.
  • Jeder Knoten prüft die neue Transaktion in dem Pool und erstellt eine Liste von Transaktionen, die in das nächste Ledger aufgenommen werden sollen. Diese Liste wird als Kandidatensatz von Transaktionen bezeichnet.
  • Jeder Knoten teilt seine Kandidatenliste mit den anderen vertrauenswürdigen Knoten und überprüft die von den anderen Knoten eingereichten Kandidatenlisten.
  • Jeder Knoten entscheidet, ob er seine Liste der Transaktionskandidaten unverändert beibehält oder sie optimiert, indem er einen Teil (oder die Gesamtheit) der Kandidatenliste eines anderen Knotens verwendet.
  • Dieser Prozess des Teilens, der Überprüfung und der iterativen Verbesserung von Kandidatensätzen wird so lange wiederholt, bis sich eine Supermajorität von Knoten auf einen Satz von Kandidatentransaktionen einigt, die in das nächste Ledger aufgenommen werden sollen.
  • Sobald sich eine Super-Mehrheit der Validatoren auf eine Reihe von möglichen Transaktionen geeinigt hat, erstellen sie ein neues Ledger, das diese Transaktionen enthält, und übermitteln es an das Netzwerk. Das Hauptbuch wird dann der Blockchain hinzugefügt, die eine fälschungssichere Aufzeichnung aller Transaktionen im Netzwerk darstellt.

ILP
ILP ist ein dezentralisiertes, quelloffenes Protokoll, das Transaktionen zwischen verschiedenen Zahlungsnetzwerken und Ledgern ermöglicht.

Zur Gewährleistung sicherer, effizienter und interoperabler Transaktionen stützt sich ILP auf Konnektoren, ein Routing-Protokoll, bedingte Zahlungen und einen kryptografischen Entsperrungsmechanismus. So funktioniert das Protokoll:

  • Der Absender und der Empfänger richten Konten bei einem oder mehreren Konnektoren ein oder melden sich dort an. Konnektoren dienen als Vermittler zwischen verschiedenen Zahlungsnetzen oder Ledgern.
  • Der Absender gibt die Details seiner Transaktion an, darunter die Währung, den Zahlungsbetrag und den Bestimmungsort.
  • Der Absender und die Konnektoren tauschen Routing-Informationen aus, um die optimale Route zwischen dem Absender und dem Empfänger zu ermitteln, was mehrere Sprünge über verschiedene Konnektoren umfassen kann.
  • Sobald die Route festgelegt ist, fordert der Absender ein Angebot vom ersten Konnektor auf dem Weg an. Dieses Angebot enthält Informationen über den Wechselkurs, die Gebühren und andere Bedingungen für die Transaktion.
  • Nach Erhalt und Annahme des Angebots veranlasst der Absender eine bedingte Zahlung an den ersten Konnektor mit einer Hash-Sperre. Das bedeutet, dass die Zahlung gesperrt ist und nur dann freigegeben werden kann, wenn der Empfänger ein Preimage (einen geheimen Wert) bereitstellt, das mit dem in der Hash-Sperre angegebenen Wert übereinstimmt.
  • Der erste Konnektor leitet die bedingte Zahlung an den nächsten Konnektor im Pfad weiter. Dieser Prozess wird fortgesetzt, bis die Zahlung den Konnektor des Empfängers erreicht. Jeder Konnektor sperrt die Zahlung mit der gleichen Hashlock-Bedingung.
  • Wenn der Konnektor des Empfängers die bedingte Zahlung erhält, teilt der Empfänger das Preimage mit seinem Konnektor, um die Mittel freizugeben. Der Konnektor leitet das Preimage dann an den vorherigen Konnektor im Pfad weiter, und der Prozess wird in umgekehrter Reihenfolge fortgesetzt, bis der Konnektor des Absenders das Preimage erhält.
  • Sobald der Konnektor des Absenders das Preimage bekommt, gilt die Zahlung als erfüllt, und der Empfänger kann auf das Geld zugreifen.

Regulatorische Herausforderungen

Ripple bleibt weiterhin ein Diskussionsthema. Grund dafür sind die Bedenken hinsichtlich der Zentralisierung und der Vorgehensweise von Ripple Labs beim Verkauf von XRP.

Die Frage ist, wie die Brückenwährung nach den aktuellen Gesetzen und Vorschriften behandelt werden sollte.

Im Jahr 2020 reichte die United States Securities and Exchange Commission (SEC) eine Klage gegen Ripple Labs, seinen CEO Brad Garlinghouse und seinen Mitbegründer Chris Larsen ein.

Darin wird behauptet, dass Ripple Labs und seine Führungskräfte, trotz des Wissens, dass XRP gemäß den Bundeswertpapiergesetzen als Wertpapier eingestuft werden könnte, weiterhin XRP als nicht registriertes Wertpapier zur Finanzierung ihrer Geschäfte verkauften.

Es wird erwartet, dass das Ergebnis dieser Klage erhebliche Auswirkungen auf die Kryptowährungsbranche haben wird.

Es könnte einen Präzedenzfall dafür schaffen, wie aktuelle US-Vorschriften und -Gesetze zur Überwachung der Kryptoindustrie angewandt werden könnten.

Sollte sich die SEC in diesem Verfahren durchsetzen und XRP als Wertpapier eingestuft werden, ist es möglich, dass andere digitale Vermögenswerte einer ähnlichen behördlichen Prüfung unterzogen und zur Einhaltung der US-Wertpapiergesetze verpflichtet werden könnten.

Folgen der SEC-Klage

Nach der Klage setzten mehrere Kryptowährungsbörsen den XRP-Handel aus oder nahmen ihn von der Liste, da die Stimmung gegenüber Ripple Labs negativ war.

Der Prozess löste auch eine Medienberichterstattung aus, die die regulatorischen Risiken im Zusammenhang mit Investitionen in Kryptowährungen hervorhob, insbesondere solche mit unklarem Rechtsstatus. Dies wiederum erhöhte die Volatilität von XRP-Token sowie die Liquidität von Ripple.

Einige Anleger hingegen sahen den Rechtsstreit als Chance.

Die negative Stimmung und die Ungewissheit im Zusammenhang mit dem Prozess führten zunächst zu einem Rückgang des XRP-Kurses, was Anlegern, die an das langfristige Potenzial des Projekts glaubten, einen attraktiven Einstiegspunkt bot.

Wie man XRP kaufen und speichern kann

Trotz der Kontroverse ist XRP immer noch eine der Top-Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung und hat ein hohes Handelsvolumen.

Dies liegt daran, dass XRP oft als Basiswährung für den Handel mit Paaren an Kryptowährungsbörsen verwendet wird.

Im Folgenden werden die zum Kauf und zur Speicherung von XRP erforderlichen Schritte beschrieben:

  1. Wählen Sie zunächst eine seriöse Kryptobörse, die den XRP-Handel bietet. Die Verfügbarkeit von XRP an Börsen kann je nach Standort des Anlegers und den lokalen Vorschriften variieren. Zu den beliebten Börsen, die XRP listen, gehören Binance, Bitstamp, Kraken und Coinbase.
  2. Als Nächstes registrieren Sie sich für ein Konto bei der gewählten Börse und führen Sie die erforderliche Identitätsprüfung durch. Dazu muss der Trader in der Regel persönliche Angaben machen und Ausweisdokumente hochladen, da die meisten Plattformen die Vorschriften zur Kundenidentifizierung (Know Your Customer, KYC) und zur Geldwäschebekämpfung (Anti-Money Laundering, AML) einhalten.
  3. Sobald das Konto verifiziert wurde, können Sie das Geld über eine bevorzugte Zahlungsmethode auf das Börsenkonto einzahlen.
  4. Gehen Sie dann zum XRP-Handelspaar an der Börse und geben Sie entweder einen Kaufauftrag zum aktuellen Marktpreis oder eine Limit-Order zu einem bestimmten Preis ein.

Sobald der Auftrag ausgeführt ist, wird XRP dem Börsenkonto gutgeschrieben.

Zwar können XRP an der Börse aufbewahrt werden, doch sollte man sie zur besseren Kontrolle in ein digitales Wallet transferieren.

Es gibt verschiedene Arten von XRP-Wallets, darunter Software-Wallets (Desktop oder Mobile), Hardware-Wallets und Papier-Wallets.

  • Software-Wallets: Dies sind Anwendungen, die auf einem Computer oder einem mobilen Gerät installiert werden können. Beliebte XRP-kompatible Software-Wallets sind Trust Wallet.
  • Hardware-Wallets: Dies sind physische Geräte, die speziell für die sichere Offline-Speicherung von Kryptowährungen entwickelt wurden. Ledger und Trezor sind zwei Beispiele für Hardware-Wallets, die XRP unterstützen.
  • Papier-Wallets: Bei einem Papier-Wallet werden die öffentlichen und privaten XRP-Schlüssel auf Papier gedruckt und das Papier sicher aufbewahrt.

5. Um XRP von einer Börse in ein Wallet zu übertragen, suchen Sie die Option „withdraw“ (abheben) oder „send“ (senden) auf der Börse, geben Sie die XRP-Adresse des Wallets ein und legen Sie den gewünschten Betrag fest.

Vergewissern Sie sich vor der Bestätigung der Transaktion, dass die Zieladresse korrekt ist.

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Margaret Rouse
Redaktion

Margaret Rouse ist eine preisgekrönte technische Autorin und Dozentin. Sie ist für ihre Fähigkeit bekannt, komplexe technische Themen simpel und nachvollziehbar zu erklären. In den letzten zwanzig Jahren sind ihre Erklärungen auf TechTarget-Websites erschienen und sie wurde in Artikeln der New York Times, des Time Magazine, USA Today, ZDNet, PC Magazine und Discovery Magazine als Quelle und Expertin zitiert. Wenn Sie einen Vorschlag für eine neue Definition haben oder eine technische Erklärung verbessern möchten, schicken Sie einfach Margaret eine E-Mail oder kontaktieren Sie sie auf LinkedIn oder Twitter.