Der erste Hybrid-911 von Porsche: Carrera GTS

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Highlights

  • Porsche hat seinen ersten Hybrid-911er, den neuen Carrera GTS, vorgestellt.
  • Die elektrische Unterstützung bringt das Coupé in genau drei Sekunden auf 100 km/h.
  • Der neue 911 hat auch ein aufgefrischtes Design mit einem digitalen Kombiinstrument und Apple CarPlay der nächsten Generation.

Wie versprochen hat Porsche seinen ersten Hybrid-911, den neu gestalteten Carrera GTS 2025, vorgestellt – und er enthält neben dem Antriebsstrang auch einige technische Verbesserungen.

Der erste 911-Hybrid kombiniert einen 3,6-Liter-Boxermotor mit 478 PS mit einem 11-kW-Elektromotor zwischen Kompressor und Turbinenrad. Dadurch kommt Porsche mit nur einem statt zwei Turboladern aus, was die Leistungsentfaltung und die Gesamtleistung im Vergleich zu früheren 911-Modellen verbessert.

Porsche gibt eine Beschleunigung von 0 auf 100 Stundenkilometer in drei Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 295 Stundenkilometern an.

In das neue Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe ist außerdem ein Permanentmagnet-Synchronmotor integriert. Dieser sorgt für einen Leistungsschub von 40 kW und ein zusätzliches Drehmoment von bis zu 110 ft/lb.

Es handelt sich zwar nicht um einen konventionellen Hybrid, aber Porsche sagt, dass seine „T-Hybrid“-Kombination die CO2-Emissionen reduziert, ohne das Gewicht signifikant zu erhöhen. Er ist ca 50 Kilo schwerer als sein Vorgänger.

Auch die Technik im Innenraum wurde deutlich aufgewertet. Diese 911-Generation ist die erste, die ein digitales Kombiinstrument hat – ein 12,6-Zoll-Display ersetzt die herkömmlichen Anzeigen. Dieser Ansatz mag Puristen nicht ansprechen, ermöglicht aber sieben Ansichten, darunter einen „Classic“-Look, der an frühere Fahrzeuge erinnert.

Dies ist auch der erste Porsche, der die lang erwartete CarPlay-Schnittstelle der nächsten Generation von Apple nutzt. Wenn Sie möchten, kann die iPhone-Integration Informationen auf dem Kombiinstrument anzeigen und Ihnen die Kontrolle über einige Fahrzeugfunktionen durch Siri und andere Methoden geben.

Auf dem 10,9-Zoll-Touchscreen des Infotainmentsystems können Sie jetzt auch im Stand Videos streamen, und das mittlere Ablagefach bietet ein gekühltes Smartphone-Fach mit kabelloser Ladefunktion.

Innen und außen gibt es zahlreiche Designänderungen. Das Exterieur ist aerodynamischer und verfügt nun serienmäßig über Matrix-LED-Scheinwerfer, die ein separates Fahrlicht überflüssig machen. Das ermöglicht eine bessere Kühlung der Frontpartie, so Porsche. Die Coupé-Modelle haben jetzt serienmäßig nur noch zwei Sitze, obwohl man die üblichen zwei Rücksitze kostenlos hinzufügen kann.

Der Automobilhersteller kündigte auch eine verbesserte Aufhängung mit serienmäßiger Hinterachslenkung an. Beim Carrera GTS ist das Stabilisierungssystem in den Hybridmotor integriert, um die Flexibilität und Präzision zu erhöhen.

Neben dem Hybrid kommt auch ein herkömmlicher 911 Carrera mit einem überarbeiteten 3-Liter-Boxermotor auf den Markt. Die Emissionen wurden reduziert, während die Leistung leicht auf 389 PS erhöht wurde. Porsche gibt an, dass der Basis-Elfer jetzt in 4,1 Sekunden 100 km/h erreicht und eine Höchstgeschwindigkeit von knapp unter 295 km/h erreicht.

Beide neuen 911-Varianten können ab heute bestellt werden, wobei der Carrera GTS ab 128.700 Euro zu haben ist. Modelle mit Allradantrieb, Cabriolet und Targa sollen ab Herbst erhältlich sein.

Porsche hat lange angekündigt, einen 911 Hybrid zu bauen, hat aber auch eine vollelektrische Version in diesem Jahrzehnt ausgeschlossen. Die deutsche Marke hat sich stattdessen bei ihren kurzfristigen EV-Plänen auf die Taycan-Limousine und den Macan-SUV konzentriert. Das ist nicht überraschend.

Der 911 hat sich seinen Ruf als leichtgewichtiges Hochleistungsfahrzeug erworben, und die derzeitigen Elektrobatterien würden ihn beschweren. Mit dem T-Hybrid kann das Unternehmen die Gesamtemissionen seiner Modellreihe senken, ohne die Fans seines berühmtesten Sportwagens zu verärgern.

Jon Fingas
Tech News Editor
Jon Fingas
Tech News Editor

Jon ist ein erfahrener Technologiejournalist. Bevor er als Senior Tech Editor zu Techopedia kam, hat er für große Publikationen wie Engadget, Electronista und Android Authority geschrieben. Sein Fachwissen reicht von den wichtigsten Themen wie Computer und Mobilfunk bis hin zu neuen Technologien wie KI, Elektrofahrzeuge und Mixed Reality.