Synthesia 2.0 von Nvidia: Ganzkörper KI-Avatare und Screenshots

Transparenz
Highlights

  • Synthesia ermöglicht es Nutzern jetzt, KI-Avatare nur mit einem Telefon oder einer Webcam zu erstellen.
  • Video-Avatare werden in mehreren Sprachen sprechen können und über eine vollständige Körperkontrolle verfügen.
  • Eine neue Aufnahmefunktion ermöglicht es den Nutzern, Präsentationen aufzuzeichnen, während ein KI-Avatar sie durch den Inhalt auf dem Bildschirm führt.

Das von Nvidia unterstützte KI-Startup Synthesia hat heute ein großes Update seiner Plattform vorgestellt, das das Angebot über KI-generierte Avatare hinaus erheblich erweitert.

In einem Beitrag auf LinkedIn erklärte das in Großbritannien ansässige Startup, dass die unter dem Namen Synthesia 2.0 zusammengefassten neuen Funktionen darauf abzielen, Synthesia in eine umfassende Videoproduktionssuite speziell für Unternehmen zu verwandeln.

“Wir haben jeden Schritt des langwierigen Videoproduktionsprozesses neu erfunden und die weltweit erste KI-Videokommunikationsplattform für Unternehmen geschaffen”, heißt es in dem Artikel.

KI-Avatare von Synthesia

Vor diesem Update konzentrierte sich Synthesia auf die Erstellung realistischer KI-Avatare, die in Präsentationen und Videos eingesetzt werden konnten. Dieses Verfahren war zwar sehr beliebt, erforderte aber häufig den Besuch von Aufnahmestudios. Mit Synthesia können die Nutzer nun ihre eigenen KI-Avatare direkt von ihrem Laptop oder Smartphone aus mit Hilfe von Webcam-Aufnahmen erstellen.

Mit dem Update werden auch einige andere Funktionen eingeführt, die sich an Unternehmen richten. Laut Pressemitteilung des Unternehmens ist eine der wichtigsten Neuerungen die Möglichkeit, “Ganzkörper-Avatare” mit den Händen zu erstellen. Dies ermögliche ein dynamischeres und ansprechenderes Präsentationserlebnis als herkömmliche Headshot-Avatare.

Eine weitere Funktion richtet sich an Nutzer, die bereits vorhandene Präsentationen verwenden möchten. Ein neues Screen Recording Tool ermöglicht es den Nutzern, ihre Präsentationen aufzuzeichnen, während ein KI-Avatar die Zuschauer durch die Inhalte auf dem Bildschirm führt.

Synthesia hat auch einen KI-Videoassistenten eingeführt, der automatisch Videozusammenfassungen von Artikeln und Dokumenten erstellen kann. Dies könnte genutzt werden, um Mitarbeitern die Dienstleistungspakete des Unternehmens in einem klaren und prägnanten Videoformat zu erklären.

Trotz der Befürchtungen, dass KI-gestützte Videogeneratoren für Deepfake-Betrügereien missbraucht werden könnten, wächst der Markt für KI-gestützte Videogeneratoren. Synthesia schließt sich diesem wachsenden Markt an und konkurriert mit Anbietern wie Lumen5, Muse.ai, Colossyan und sogar Dream Machine, das kürzlich von Luma AI auf den Markt gebracht wurde.

Victor Riparbelli, CEO von Synthesia, hat am 24. Juni eine offizielle Veranstaltung auf LinkedIn abgehalten, um das neue Update vorzustellen.

Franklin Okeke
Tech Journalist
Franklin Okeke
Tech Journalist

Franklin berichtet seit über 5 Jahren über Technik und Cybersicherheit. Seine Arbeiten sind unter anderem bei TechRepublic, The Register, TechInformed, Computing, ServerWatch und Moonlock erschienen.